Geniales Feuerzeug – was passiert, wenn es leer ist?

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Das Super-Haushaltsfeuerzeug. Gibt es im Supermarkt  in mehreren Farben. Geht immer an. Gleichmässige Flamme. Gute Form und Grösse, genialer Knackpunkt des Knopfes. Durch das Klarsichtfenster im Griffstück kann man den Füllstand sehen.
Ich dachte: was passiert mit dem Feuerzeug, wenn es leer ist? Wieder befüllen kann ich es nicht, denn es ist ein Wegwerfprodukt. Also werfe ich das Feuerzeug, wenn es leer ist, in den Hausmüll. Und dann?
Soviel ich weiss, wird der Hausmüll verbrannt, in Müllverbrennungsanlagen, die mehr oder weniger Hi-Tech sind. Je nach Lage.
Also wird auch das Feuerzeug verbrannt, das ja aus Plastik ist, von der Spitze, die aus einem Blechröhrchen besteht, mal abgesehen.
Das Feuerzeug verbrennt. Abgesehen von den Abgasen, verschenktes Material.
Es wäre technisch kein Problem, das Feuerzeug nachfüllbar anzubieten. Aber sofort würde die Nachfrage einbrechen, da die Kunden nicht ständig neue Feuerzeuge kaufen müssten. Ungünstig für die Produzenten.
Der Hersteller braucht für die Entsorgung seiner Wegwerfprodukte nicht zu bezahlen. Die Kosten für die Verbrennung tragen die Kommunen und darin versteckt, die Kunden.
Die Müllentsorgungskosten steigen, die Feuerzeuge werden billiger.
Das ist Ausbeutung.
Denn es gewinnt nur eine private Firma, die ihre Gewinne auf dem Rücken der Gemeinschaft macht.

Planet Fun

Kaum zu glauben: Die südwestliche Hälfte der Reeperbahn heute. Hier gab es Lokale,  den legendären Western-Store Paul Hundertmark und die Tankstelle, die immer auf hatte und wo man alles kriegte. Da, wo jetzt das Hotel steht, war das Astra-Bowling und Music City, Hamburgs grösster Laden für Gitarren, Instrumente und Musikbedarf.
Die  freie Fläche im Vordergrund war mit einer flach gedeckten Budenzeile bebaut, die sich über den ganzen Spielbudenplatz zog. Da gab es Spielhallen, Imbisse und Discos, in denen überwiegend schwarze Musik gespielt wurde. Jetzt ist der Deckel des ehemaligen Bunkers eine Eventfläche.

Zum Glück steht nebenan noch das ausgezeichnete Restaurantant Man Wah.

In dem ich mich bei leckeren Pak Choi  und grünen Tee erhole. Dem besten seit langem übrigens.

Ich glaube nicht, dass das das Investment in Immobilien die Welt besser macht.

Fotografiert in Hamburg St. Pauli am 21. Januar 2017.