Baumlos, baumlos.

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Der Trend geht zum Pflaster. Nicht mal mehr Rollrasen spendieren die Häuslebauer heutzutage ihren Vorgärten. Es wird planiert, betoniert, versiegelt. Jetzt muss nur noch gefegt werden. Und wenn die Natur sich den Streifen zwischen Haus und Strasse zurückholen will, und ganz unverfroren ihre Grashalme durch die Ritzen zwischen den Platten nach oben schiebt, dann kommt die Giftspritze zum Einsatz. Natürlich wird zu viel gesprüht, sicher ist sicher. Und dann kann wieder gefegt werden. Zum Glück keine Blätter, denn die Bäume haben die Bewohner als erstes abgesägt, um Platz für ihr Auto zu machen. Absurd: Um Platz für die CO2-Schleuder zu schaffen, sägt man die ab, die CO2 in Sauerstoff umwandeln können, die Bäume. Schatten braucht man auch nicht mehr, wird eben die Klimaanlage etwas höher gestellt.

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Planet Fun

Kaum zu glauben: Die südwestliche Hälfte der Reeperbahn heute. Hier gab es Lokale,  den legendären Western-Store Paul Hundertmark und die Tankstelle, die immer auf hatte und wo man alles kriegte. Da, wo jetzt das Hotel steht, war das Astra-Bowling und Music City, Hamburgs grösster Laden für Gitarren, Instrumente und Musikbedarf.
Die  freie Fläche im Vordergrund war mit einer flach gedeckten Budenzeile bebaut, die sich über den ganzen Spielbudenplatz zog. Da gab es Spielhallen, Imbisse und Discos, in denen überwiegend schwarze Musik gespielt wurde. Jetzt ist der Deckel des ehemaligen Bunkers eine Eventfläche.

Zum Glück steht nebenan noch das ausgezeichnete Restaurantant Man Wah.

In dem ich mich bei leckeren Pak Choi  und grünen Tee erhole. Dem besten seit langem übrigens.

Ich glaube nicht, dass das das Investment in Immobilien die Welt besser macht.

Fotografiert in Hamburg St. Pauli am 21. Januar 2017.

Umgewandelt

Dieser ehemalige Bauernhof liegt mitten in Köln-Meschenich direkt an der Brühler Strasse, der Verbindung zwischen Köln und der ehemaligen Residenzstadt Brühl.


Man kann noch die traditionelle Form des Vierkanthofes erkennen, die Gebäude gruppien sich um den quadratischen Hof.  Die Mauer mit dem Eingangstor ist vermutlich abgerissen worden. Heute beherbergen die Gebäude der Anlage einen Supermarkt, ein Reisebüro und einige Wohnungen.

Ausser diesem stehen in Meschenich noch mindestens drei weitere Vierkanthöfe, von denen nur noch einer landwirtschaftlich genutzt wird.