Baumlos, baumlos.

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Der Trend geht zum Pflaster. Nicht mal mehr Rollrasen spendieren die Häuslebauer heutzutage ihren Vorgärten. Es wird planiert, betoniert, versiegelt. Jetzt muss nur noch gefegt werden. Und wenn die Natur sich den Streifen zwischen Haus und Strasse zurückholen will, und ganz unverfroren ihre Grashalme durch die Ritzen zwischen den Platten nach oben schiebt, dann kommt die Giftspritze zum Einsatz. Natürlich wird zu viel gesprüht, sicher ist sicher. Und dann kann wieder gefegt werden. Zum Glück keine Blätter, denn die Bäume haben die Bewohner als erstes abgesägt, um Platz für ihr Auto zu machen. Absurd: Um Platz für die CO2-Schleuder zu schaffen, sägt man die ab, die CO2 in Sauerstoff umwandeln können, die Bäume. Schatten braucht man auch nicht mehr, wird eben die Klimaanlage etwas höher gestellt.

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Warum ich wohl zu lieb für Game of Thrones bin und die Serie nicht mehr gucken werde

Eine Kritik von Martin Przyborowski

 

Jetzt habe ich die letzten beiden Folgen hinter mir und damit die 5. Staffel der HBO Serie „Game Of Thrones“ durchgesehen. Durchgestanden, muss ich eher sagen, denn ich kann mich nicht erinnern, eine ähnlich lange Zeit in einer so derartig negativen Gefühlswelt verbracht zu haben.

Ich bin fertig mit der Serie. Keine Neugier wird mich dazu bringen, wieder einzusteigen in diesen dunklen Kosmos, der von Gier, Missgunst, Mord, Folter und Lügen beherrscht wird. Es ist mir völlig egal, was aus den Opfern wird, denn nichts anderes sind die Figuren der Serie. So sehr sie auch glauben mögen, ihr Schicksal selbst bestimmen zu können, bleiben sie Opfer.
Ich will mich nicht mehr in sie hineinversetzen, mich mit ihnen schlecht fühlen und selbst schlecht draufkommen.

Nach Anschauen der Episoden 6 und 7 hatte ich Alpträume bekommen, aber die letzten beiden Folgen konnten das Sich-in Gewalt-suhlen noch steigern. Wehrlos musste ich mit anschauen, wie ein Kind vor den Augen seiner Mutter verbrannt wurde. Ströme von Blut beim Terroranschlag einer radikalen Sekte. Musste ertragen, wie Augen ausgestochen, Menschen zerhackt, vergiftet und gefoltert wurden, wie eine Frau nackt in Schimpf und Schande durch die Strassen getrieben wurde. Ohne Pause wurde gelogen, hintergangen, gehasst, geneidet, intrigiert. Es gab so gut wie keine positiven Momente. Die Herrschaft des Bösen, der moralischen Verkommenheit war allgegenwärtig.
Was treibt Menschen an, sich das anzusehen und ihrer Seele Leid anzutun? Gute Frage.

Es gibt die Anschauung, dass durch die Einrichtung von Meditationszentren in Kriegs- und Krisengebieten Frieden geschaffen werden kann. Klar ist, dass die Kraft positiver Gedanken die Menschen bewegt, über ihren Schatten zu springen und Gutes zu tun.
Diese Serie könnte das Gegenteil bewirken.
Durch die stundenlange negative Imagination macht sie ihre Zuschauer hoffnungslos und verzweifelt und damit diese Welt ein wenig schlechter.

Wir wissen alle, dass die Welt schlecht ist . Der Alltag im Kongo, in Afghanistan oder in syrischen Flüchtlingscamps ist grausamer als die geschilderten Geschehnisse in Winterfell oder Mereen.

Aber, um unsere reale Welt retten zu können, und daran glaube ich ganz fest, dass wir sie retten können, brauchen wir keine Gewaltpornografie, sondern positive Impulse, positive Gedanken. Offenheit, Verständnis, Liebe.
Gutes Karma eben.

29. Oktober 2017

 

 

Geniales Feuerzeug – was passiert, wenn es leer ist?

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Das Super-Haushaltsfeuerzeug. Gibt es im Supermarkt  in mehreren Farben. Geht immer an. Gleichmässige Flamme. Gute Form und Grösse, genialer Knackpunkt des Knopfes. Durch das Klarsichtfenster im Griffstück kann man den Füllstand sehen.
Ich dachte: was passiert mit dem Feuerzeug, wenn es leer ist? Wieder befüllen kann ich es nicht, denn es ist ein Wegwerfprodukt. Also werfe ich das Feuerzeug, wenn es leer ist, in den Hausmüll. Und dann?
Soviel ich weiss, wird der Hausmüll verbrannt, in Müllverbrennungsanlagen, die mehr oder weniger Hi-Tech sind. Je nach Lage.
Also wird auch das Feuerzeug verbrannt, das ja aus Plastik ist, von der Spitze, die aus einem Blechröhrchen besteht, mal abgesehen.
Das Feuerzeug verbrennt. Abgesehen von den Abgasen, verschenktes Material.
Es wäre technisch kein Problem, das Feuerzeug nachfüllbar anzubieten. Aber sofort würde die Nachfrage einbrechen, da die Kunden nicht ständig neue Feuerzeuge kaufen müssten. Ungünstig für die Produzenten.
Der Hersteller braucht für die Entsorgung seiner Wegwerfprodukte nicht zu bezahlen. Die Kosten für die Verbrennung tragen die Kommunen und darin versteckt, die Kunden.
Die Müllentsorgungskosten steigen, die Feuerzeuge werden billiger.
Das ist Ausbeutung.
Denn es gewinnt nur eine private Firma, die ihre Gewinne auf dem Rücken der Gemeinschaft macht.

Jackenwetter

Das ist ja alles schön und gut mit Funktionsbekleidung, Hi-Tec-Materialien usw.
Aber diese Jacke einfach überzuziehen, bei Regen rauszugehen und sich wohl zu fühlen, das hat was. Und mit diesem Teil darf ich sogar mal im Zaun hängenbleiben, ohne dass ich die Jacke danach wegwerfen muss. Notfalls kann ich sie flicken. Ein Reparatur-Kit war dabei, als ich die Jacke vor, keine Ahnung wieviel, Jahren gekauft habe. Angeschafft habe, müsste ich eher  sagen, denn solche Kleidungsstücke kauft man sich nicht, die schafft man sich fürs Leben an. Da sind wir wieder bei Nachhaltigkeit. Ach ja, und biologisch abbaubar ist sie natürlich auch noch, Baumwolle, Wachs, Wolle, Metall – mehr ist da nicht drin. Was ich ganz vergessen habe: Man wird nicht nass, auch bei Mistwetter. Lohnt sich auf jeden Fall.