Seniorenhandy

Hier eine Werbung für ein einfach zu bedienendes Klapp-Handy, mit dem man auch heimlich Cheerleader fotografieren kann.

Bildschirmfoto 2018-02-11 um 02.01.53.pngBähhh!!!

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Die Welt in der Lampenschale

Was ich beim Auto reparieren lernen durfte

Ein ganz normaler Tag. Rein ins Auto, schnell irgendwo hin in die Innenstadt.
Wie sich es gehört, vor der Kreuzung den Blinker links gesetzt. Die Anzeige blinkt doppelt schnell. Auf diese Weise teilen mir die Konstrukteure meines Autos mit, dass eine Birne im Stromkreis der Blinkanlage ihren Dienst aufgegeben hat. Beim nächsten kurzen Zwischenhalt mache ich die Warnblinkanlage an, renne ums Auto, und finde heraus, dass die linke, hintere Birne dunkel bleibt. Muss wohl ausgewechselt werden. Kommt auf meine ToDo-Liste. Weiter gehts. Erstmal ohne links blinken zu können.
Zwei Tage später, eher passte es nicht, hole ich den Schraubenzieher aus der Garage und schraube die Lampenschale ab, um die vermutlich durchgebrannte Birne austauschen zu können. img_9745Zuerst löse ich die untere Schraube. Dann die obere. Kurz bevor ich die Lampenschale abnehme, höre ich mein Echsenhirn sagen, ich solle doch bitte erst die untere Schraube aus ihrer Bohrung nehmen, bevor ich das Glas kippe. Keine Zeit, denkt mein Tageshirn und nimmt die Lampenschale aus ihrer Halterung.
Plock. Etwas fällt runter. Die obere Schraube kann ich sehen, die untere nicht. Ihre Bohrung  in der Lampenschale ist leer. Ein schneller Blick auf den Boden, nichts zu sehen. Da ist noch eine Gullideckel, mit mehreren kleinen Öffnungen. Kann nicht sein, dass sie da reingefallen ist, denke ich. Und wenn, ist sie weg. Während ich die obere Schraube betont bewusst auf die geriffelte Stossstange lege, damit sie nicht auch noch runterfällt, gehe ich blitzschnell meine Optionen durch:
Schraube suchen: Dauert zu lange, ist mit Bücken und auf dem regennassen Boden herumkriechen verbunden. Nö.
Schraube ersetzen: Im Geiste gehe ich kurz mein Sammelsurium von Schrauben durch und finde keine. Mist.
Schraube weglassen: Auch nicht gut. Lampenglas wird klappern, Feuchtigkeit eindringen. Blöd.
Ich entscheide mich für das Einfachste, das Problem erstmal zu verschieben.
Zuerst will ich mich um die defekte Birne kümmern, die mittlerweile im Freien hängt. Ich zwinge mich zur Ruhe, schalte den Blinker nochmal ein, um zu sehen, ob es wirklich die Birne ist, die für den ganzen Aufriss verantworlich ist. Als ob nichts passiert wäre, blinkt sie wieder. Na gut, denke ich. Vielleicht ein Wackelkontakt. Irgendwas aus der Abteilung “Steckst Du nicht drin”. Darum kümmere ich dann irgendwann. Lieber erstmal wieder zusammen bauen. Die obere Schraube liegt immer noch ganz brav da, wo ich sie hingelegt habe. Ich schraube sie fest. Wunderbar. Und dann ist es wieder da, das Problem der fehlenden, zweiten Schraube. Es nützt nichts, ich muss sie finden. Ich suche den Asphalt hinter dem Auto ab. Nichts. Unter dem Auto. Auch nichts.
img_9750-1Der Gullideckel kommt wieder ins Spiel. Könnte es vielleicht doch sein, dass die Schraube da rein gerollt ist?
Kann ich mir nicht vorstellen. Ausserdem wäre sie dann weg. Unerreichbar tief gefallen. Na gut, einen Versuch ist es wert. Ich schaue durch die Löcher. Schwierig. Es hilft nichts, ich muss auf meine Knie gehen, um mit den Augen nahe an die Löcher zu kommen. Jetzt ist mir meine Hose schon egal. Es geht um Höheres. Interessant ist, dass es unterhalb der Löcher eine Art Auffangbehälter gibt, in dem Blätter und kleine Zweige liegen. Ich gehe noch dichter ran und spähe durch die Löcher. Nein, ich sehe sie nicht, die verfluchte Schraube. Ich will schon aufgeben, meine Knie tun weh, es nieselt. Nur noch ein Blick. Was ist das? Tatsächlich. Da ist sie. Kaum zu sehen zwischen dem Modder. Jetzt muss ich sie nur noch rausholen. Das Echsenhirn meldet sich. Du hast doch diesen Greifer, der müsste durch die Löcher passen. In die Garage, den Greifer suchen. Er ist natürlich nicht da, wo er hätte sein müssen. Mir fällt ein, dass ich neulich mein Werkzeug aufgeräumt hatte, aber absolut nicht, wo ich den Greifer hingelegt habe. Ohne Greifer keine Schraube, ohne Schraube kein Abschluss. Doch dann finde ich ihn und eile wieder raus zum Gullideckel. Jetzt gilt es. Konzentration ist gefragt. Wo war nochmal die Schraube? img_9749Ich sehe sie nicht mehr. Wie verwünscht. Ist sie in der Zwischenzeit versunken? Habe ich mich getäuscht und ein Zweiglein für die Schraube gehalten? Ich zweifle an mir selbst. Nicht locker lassen, Martin! Bleib fokussiert, sagt das Echsenhirn. Ich hole die Taschenlampe aus dem Auto, denn langsam geht das Tageslicht weg. Während ich durch das eine Loch leuchte, spähe ich durch das daneben liegende Loch. Systematisch gehe ich die in Frage kommenden Löcher durch. Da taucht die Schraube auf. Gut versteckt. Jetzt bin ich eiskalt. Ich führe den Greifer durch das Loch auf die Schraube zu. Mit einem Daumendruck spreize ich die kleinen Greifarme an der Spitze der Verlängerung und bringe sie über die Schraube. Der Greifarm verdeckt meine Sicht, und ich muss die winzig kleinen Arme auf gut Glück zuschnappen lassen. Da ist ein Widerstand. Ich spüre es in meinem Daumen, das macht Hoffnung. Ganz langsam und kontrolliert ziehe ich die Verlängerung aus dem Loch. Ich habe die Schraube. Ich fühle mich gut.
Der Rest ist einfach. Wie von selbst lässt sich die zweite Schraube ins Lampenglas drehen. Als wäre sie nie weg gewesen. Fest ist das Glas. Noch schnell das Werkzeug in die Garage räumen. Fertig.

Später erkenne ich, dass in dieser kleinen, unbedeutenden Aktion so vieles steckt:
Mal eben, ist nicht: Nimm Dir für alles seine Zeit. Hektik macht Fehler. Es dauert, solange es dauert.
Knie Dich rein: Scheue Dich nicht, Deine Hosen dreckig zu machen, um Dein Ziel zu erreichen. Manchmal ist es unbequem, aber am Ende lohnt es sich.
Konzentriere Dich: Sei immer aufmerksam. Jeder Moment ist wertvoll.
Gib nicht auf: Versuche es so lange, bis es klappt. Manche Probleme brauchen mehrere Ansätze, bis Du sie gelöst hat.
Denke positiv: Gehe nicht automatisch vom Schlimmsten aus. Die Schraube ist nicht in die Kanalisation gefallen. Sie war da. Die ganze Zeit.

Baumlos, baumlos.

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Der Trend geht zum Pflaster. Nicht mal mehr Rollrasen spendieren die Häuslebauer heutzutage ihren Vorgärten. Es wird planiert, betoniert, versiegelt. Jetzt muss nur noch gefegt werden. Und wenn die Natur sich den Streifen zwischen Haus und Strasse zurückholen will, und ganz unverfroren ihre Grashalme durch die Ritzen zwischen den Platten nach oben schiebt, dann kommt die Giftspritze zum Einsatz. Natürlich wird zu viel gesprüht, sicher ist sicher. Und dann kann wieder gefegt werden. Zum Glück keine Blätter, denn die Bäume haben die Bewohner als erstes abgesägt, um Platz für ihr Auto zu machen. Absurd: Um Platz für die CO2-Schleuder zu schaffen, sägt man die ab, die CO2 in Sauerstoff umwandeln können, die Bäume. Schatten braucht man auch nicht mehr, wird eben die Klimaanlage etwas höher gestellt.

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Warum ich wohl zu lieb für Game of Thrones bin und die Serie nicht mehr gucken werde

Eine Kritik von Martin Przyborowski

 

Jetzt habe ich die letzten beiden Folgen hinter mir und damit die 5. Staffel der HBO Serie „Game Of Thrones“ durchgesehen. Durchgestanden, muss ich eher sagen, denn ich kann mich nicht erinnern, eine ähnlich lange Zeit in einer so derartig negativen Gefühlswelt verbracht zu haben.

Ich bin fertig mit der Serie. Keine Neugier wird mich dazu bringen, wieder einzusteigen in diesen dunklen Kosmos, der von Gier, Missgunst, Mord, Folter und Lügen beherrscht wird. Es ist mir völlig egal, was aus den Opfern wird, denn nichts anderes sind die Figuren der Serie. So sehr sie auch glauben mögen, ihr Schicksal selbst bestimmen zu können, bleiben sie Opfer.
Ich will mich nicht mehr in sie hineinversetzen, mich mit ihnen schlecht fühlen und selbst schlecht draufkommen.

Nach Anschauen der Episoden 6 und 7 hatte ich Alpträume bekommen, aber die letzten beiden Folgen konnten das Sich-in Gewalt-suhlen noch steigern. Wehrlos musste ich mit anschauen, wie ein Kind vor den Augen seiner Mutter verbrannt wurde. Ströme von Blut beim Terroranschlag einer radikalen Sekte. Musste ertragen, wie Augen ausgestochen, Menschen zerhackt, vergiftet und gefoltert wurden, wie eine Frau nackt in Schimpf und Schande durch die Strassen getrieben wurde. Ohne Pause wurde gelogen, hintergangen, gehasst, geneidet, intrigiert. Es gab so gut wie keine positiven Momente. Die Herrschaft des Bösen, der moralischen Verkommenheit war allgegenwärtig.
Was treibt Menschen an, sich das anzusehen und ihrer Seele Leid anzutun? Gute Frage.

Es gibt die Anschauung, dass durch die Einrichtung von Meditationszentren in Kriegs- und Krisengebieten Frieden geschaffen werden kann. Klar ist, dass die Kraft positiver Gedanken die Menschen bewegt, über ihren Schatten zu springen und Gutes zu tun.
Diese Serie könnte das Gegenteil bewirken.
Durch die stundenlange negative Imagination macht sie ihre Zuschauer hoffnungslos und verzweifelt und damit diese Welt ein wenig schlechter.

Wir wissen alle, dass die Welt schlecht ist . Der Alltag im Kongo, in Afghanistan oder in syrischen Flüchtlingscamps ist grausamer als die geschilderten Geschehnisse in Winterfell oder Mereen.

Aber, um unsere reale Welt retten zu können, und daran glaube ich ganz fest, dass wir sie retten können, brauchen wir keine Gewaltpornografie, sondern positive Impulse, positive Gedanken. Offenheit, Verständnis, Liebe.
Gutes Karma eben.

29. Oktober 2017

 

 

Geniales Feuerzeug – was passiert, wenn es leer ist?

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Das Super-Haushaltsfeuerzeug. Gibt es im Supermarkt  in mehreren Farben. Geht immer an. Gleichmässige Flamme. Gute Form und Grösse, genialer Knackpunkt des Knopfes. Durch das Klarsichtfenster im Griffstück kann man den Füllstand sehen.
Ich dachte: was passiert mit dem Feuerzeug, wenn es leer ist? Wieder befüllen kann ich es nicht, denn es ist ein Wegwerfprodukt. Also werfe ich das Feuerzeug, wenn es leer ist, in den Hausmüll. Und dann?
Soviel ich weiss, wird der Hausmüll verbrannt, in Müllverbrennungsanlagen, die mehr oder weniger Hi-Tech sind. Je nach Lage.
Also wird auch das Feuerzeug verbrannt, das ja aus Plastik ist, von der Spitze, die aus einem Blechröhrchen besteht, mal abgesehen.
Das Feuerzeug verbrennt. Abgesehen von den Abgasen, verschenktes Material.
Es wäre technisch kein Problem, das Feuerzeug nachfüllbar anzubieten. Aber sofort würde die Nachfrage einbrechen, da die Kunden nicht ständig neue Feuerzeuge kaufen müssten. Ungünstig für die Produzenten.
Der Hersteller braucht für die Entsorgung seiner Wegwerfprodukte nicht zu bezahlen. Die Kosten für die Verbrennung tragen die Kommunen und darin versteckt, die Kunden.
Die Müllentsorgungskosten steigen, die Feuerzeuge werden billiger.
Das ist Ausbeutung.
Denn es gewinnt nur eine private Firma, die ihre Gewinne auf dem Rücken der Gemeinschaft macht.